Skip to content
eishockeyticker.com

eishockeyticker.com

Aktuelle Eishockey-Nachrichten

  • WM
  • DEL
  • NHL
  • News

Breaking News

Wissmann gibt endlich Comeback – Eisbären verlieren dennoch

Draisaitl fehlt Oilers wegen Krankheitsfalls in der Familie

Nach Trump-Besuch: 1:9-Debakel für NHL-Champion Florida

Eisbären Berlin gewinnen Winter Game gegen Dresdner Eislöwen

Belohnung Winter Game: Ost-Eishockey lebt trotz Misere

NHL-Stars im Olympia-Kader: DEL-Topscorer bleiben zu Hause

NHL-Profi Stützle berichtet von Toiletten-Selfie

MacLeod bleibt Eishockey-Bundestrainer über Olympia hinaus

Eishockey-Junioren schaffen Klassenerhalt bei U20-WM

Eishockey-Junioren müssen bei U20-WM in die Relegation

  • Home
  • Eishockey
  • «Es reicht» – Reindl tritt nach mehr als 30 Jahren im DEB ab
Franz Reindl tritt nach mehr als 30 Jahren im DEB ab. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Tobias Hase/dpa)
Franz Reindl tritt nach mehr als 30 Jahren im DEB ab. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Tobias Hase/dpa)

«Es reicht» – Reindl tritt nach mehr als 30 Jahren im DEB ab

On Mai 6, 2022

Am Samstagabend kennt Franz Reindl nur ein Ziel. Für den dann ehemaligen Präsidenten des Deutschen Eishockey-Bundes geht es nach der Mitgliederversammlung des DEB so schnell wie möglich von München zurück ins heimische Garmisch-Partenkirchen.

«Zur Familie. Dort will ich einen schönen, entspannten Abend verbringen. Endlich», sagte der 67-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Am Samstag ist Schluss – zumindest im DEB. Nach mehr als 30 Jahren als Trainer und Funktionär, davon die vergangenen acht als Präsident, verabschiedet sich Reindl auf nationaler Ebene in den Ruhestand. Nur im Weltverband IIHF geht es im Exekutivorgan noch weiter. «Es reicht», befand der laut DEB-Statistik 181-malige Nationalspieler, der 1976 Teil des Nationalteams war, das bei Olympia Bronze gewann.

Seit 2014 DEB-Präsident

In Reindl verlässt einer der größten Strippenzieher im deutschen Sport seinen Verband. Er war zuletzt lange das Gesicht des deutschen Eishockeys, eng verbunden mit dem sportlichen Aufschwung der Sportart. Als Reindl 2014 überraschend als Gegenentwurf zum damaligen, unglücklich agierenden Präsidenten Uwe Harnos kandidierte und letztendlich den Machtkampf gewann, lag der DEB wirtschaftlich und sportlich darnieder. Skeptiker wandten damals ein, dass Reindl zuvor schon mehr als 20 Jahre Teil des DEB gewesen – unter anderem als Sportdirektor, Geschäftsführer, Generalsekretär – und somit auch mitverantwortlich für den katastrophalen Zustand seinerzeit war.

Doch die klare Idee, die Reindl für die Umstrukturierung des DEB hatte, wirkte. Er einte die Eishockeyfamilie, holte Proficlubs und die Deutsche Eishockey Liga wieder mit ins Boot, generierte dadurch mehr Einnahmen und sicherte sich deren Unterstützung. «Das hat er hervorragend geschafft. Seitdem haben wir wieder vertrauensvoll zusammengearbeitet. So, wie es ja auch sein soll», sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke.

Neue Strukturen

Auch sportlich wurden Strukturen professionalisiert. Personalentscheidungen, wie die Berufung des deutschen NHL-Rekordspielers Marco Sturm kurz nach dem Ende dessen Karriere zum Bundestrainer 2015, saßen. Sturm bereitete zusammen mit dem von Reindl geholten, später aber wieder geschassten Sportdirektor Stefan Schaidnagel den Weg für aktuelle Erfolge.

Noch unter Sturm holte Deutschland mit der olympischen Silbermedaille 2018 den größten deutschen Eishockey-Erfolg überhaupt. Sturms Nachfolger Toni Söderholm – ein weiterer Personalcoup – führt das Nationalteam 2021 erstmals seit 2010 wieder in ein WM-Halbfinale. Dazu spielen in der NHL mehrere Spieler – nicht nur Leon Draisaitl – auf Weltklasseniveau. Abgesehen vom schlechten Olympia-Abschneiden in Peking ist die sportliche Bilanz der Reindl-Ära herausragend.

Es gibt jedoch auch ein aber – über das Reindl selbst nicht mehr sprechen mag und das der DEB am Samstag endgültig hinter sich lassen will. Unschön war schon das Ausscheiden Schaidnagels, dem zu forsches Auftreten nach innen wie außen angelastet wurde. Nachfolger wurde einfachheitshalber der alte Reindl-Wegbegleiter Christian Künast.

Monatelang gab es zudem Querelen im Verband, einzelne Landesverbände schossen gegen Reindl und hatten Fragen zu Geldströmen und der Bezahlung des DEB-Präsidenten im Ehrenamt in dessen Funktion als Geschäftsführer einer DEB-Tochtergesellschaft. Dabei war das Konstrukt seit Jahren bekannt und von den DEB-Mitgliedern abgesegnet.

«Das hat er nicht verdient», urteilte DEL-Chef Tripcke. Beobachter vermuten persönliche Probleme zwischen den Protagonisten, öffentlich darüber reden mag aber niemand. Ein vom DEB in Auftrag gegebenes Gutachten entlastete Reindl schließlich und pünktlich zur Mitgliederversammlung lenkte auch Chefkritiker Hendrik Ansink vom Hessischen Eishockeyverband ein. Damit, dass Reindl sich nun wie auch seine bisherigen Vize-Präsidenten Daniel Hopp und Berthold Wipfler aus Mannheim nicht mehr zur Wahl stellen, gibt sich Ansink zufrieden.

Wer wird Reindl-Nachfolger?

Künftig dürfte der Aufsichtsratschef der DEL2, Peter Merten, den DEB als Präsident führen. Mit ihm bewerben sich Hauke Hasselbrink, Geschäftsführer der Bremerhavener Fischtown Pinguins aus der DEL, der frühere Nationalspieler Andreas Niederberger und der bisherige Vize-Präsident Marc Hindelang. Niederberger soll für den Sport, Hasselbrink für Finanzen und Hindelang für die Ligen zuständig sein.

«Ich glaube, dass der DEB damit hervorragend aufgestellt ist», sagte Reindl. Auch von der DEL gibt es Zustimmung. «Wir hatten schon sehr gute Gespräche und kennen uns untereinander natürlich bestens», sagte Tripcke. Dem Vernehmen nach soll eine Strukturreform in Angriff genommen werden, die Reindl in seiner Amtszeit nicht schaffte: Das Präsidium könnte künftig als Art Aufsichtsrat fungieren und eine hauptamtliche Geschäftsführung die Geschicke leiten.

Von Carsten Lappe, dpa
In EishockeyIn DEB , Eishockey

Beitrags-Navigation

Augsburger Panther verpflichten Torhüter Endras
Kapitän Müller zu Eishockey-WM: «mit großen Zielen anreisen»

Neueste Beiträge

  • Wissmann gibt endlich Comeback – Eisbären verlieren dennoch
  • Draisaitl fehlt Oilers wegen Krankheitsfalls in der Familie
  • Nach Trump-Besuch: 1:9-Debakel für NHL-Champion Florida
  • Eisbären Berlin gewinnen Winter Game gegen Dresdner Eislöwen
  • Belohnung Winter Game: Ost-Eishockey lebt trotz Misere
  • NHL-Stars im Olympia-Kader: DEL-Topscorer bleiben zu Hause
  • NHL-Profi Stützle berichtet von Toiletten-Selfie
  • MacLeod bleibt Eishockey-Bundestrainer über Olympia hinaus
  • Eishockey-Junioren schaffen Klassenerhalt bei U20-WM
  • Eishockey-Junioren müssen bei U20-WM in die Relegation

#hashtag

Adler Mannheim Augsburger Panther Champions League Corona Covid-19 DEB DEL Deutsche Eishockey Liga Deutschland Deutschland Cup Düsseldorfer EG EHC Red Bull München Eisbären Eisbären Berlin Eishockey Eishockey-Nationalmannschaft Eishockey-Weltmeisterschaft Eishockey-WM ERC Ingolstadt Fischtown Pinguins Frauen Gernot Tripcke Grizzlys Wolfsburg Harold Kreis IIHF Iserlohn Roosters Kanada Krefeld Pinguine Kölner Haie Leon Draisaitl Mannheim Moritz Müller Moritz Seider München Nationalmannschaft NHL Nico Sturm Nürnberg Ice Tigers Playoffs Straubing Tigers Toni Söderholm USA Winterspiele in Peking Wintersport WM

Das könnte Sie auch interessieren

On November 1, 2021

Wolfsburg gewinnt packendes Verfolgerduell gegen Berlin

On Mai 9, 2024

Vertrauen in Kreis: Kniffliger WM-Start für DEB-Auswahl

On Mai 26, 2022

Gegen Söderholms Ex-Coach: DEB-Team will Rechnung begleichen

On Dezember 22, 2023

Phantomtor bei Partie in Straubing: Puck rutscht unter Tor

On Februar 2, 2022

DEB hat erneute Kandidatur für WM 2027 vorbereitet

On Februar 17, 2022

Finnland, Slowakei, Schweden und Russland im Halbfinale

On Februar 2, 2021Februar 2, 2021

Eisenschmid führt Adler zum Sieg – Haie fertigen Krefeld ab

On Mai 13, 2022

Eishockey-Team vor WM-Start: «Chance für Wiedergutmachung»

  • Datenschutz
  • Impressum
© 2026 MDSP GmbH