Skip to content
eishockeyticker.com

eishockeyticker.com

Aktuelle Eishockey-Nachrichten

  • WM
  • DEL
  • NHL
  • News

Breaking News

Ex-Nationalspieler Gogulla hilft in der 2. Liga aus

Andreas Eder über toten Bruder: Traum war, zusammenzuspielen

NHL-Ass Draisaitl ausgezeichnet – und von Amateuren besiegt

Eisbären verpflichten Bruder von gestorbenem Tobias Eder

Draisaitl beschenkt Junghaie: «Bisschen was zurückgeben»

NHL-Profi Sturm spielt künftig wieder für die Minnesota Wild

Eisbären verlängern vorzeitig mit Meistertrainer Aubin

Kniffliger WM-Start: Warten auf Stützle und Siegpflicht

Nationalmannschaft wartet weiter auf NHL-Star Stützle

Stars, Modus und Deutschlands Chancen bei der Eishockey-WM

  • Home
  • Eishockey
  • Eisbären-Kapitän Hördler nach achtem Titel: «Sehr besonders»
Die Berliner John Ramage, Frank Hördler und Kai Wissmann (l-r) mit dem Meisterpokal. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Andreas Gora/dpa)
Die Berliner John Ramage, Frank Hördler und Kai Wissmann (l-r) mit dem Meisterpokal. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Andreas Gora/dpa)

Eisbären-Kapitän Hördler nach achtem Titel: «Sehr besonders»

On Mai 9, 2021

Äußerlich sah Frank Hördler im Moment des achten Meister-Triumphs aus wie bei den anderen sieben Titeln in den vergangenen 16 Jahren auch.

Mit dem Meisterkäppi der Eisbären Berlin auf dem Kopf und dicker Zigarre im Mund genoss der 36 Jahre alte Kapitän die erste Eishockey-Meisterschaft nach acht Jahren Wartezeit. Doch innerlich fühlte sich der Titel für den Olympia-Silbergewinner von 2018, der schon so ziemlich alles in seiner langen Karriere erlebt hat, anders an. «Das ist schon sehr besonders», sagte Hördler nach dem 2:1 (1:1, 1:0, 0:0) im entscheidenden dritten Playoff-Finale gegen die Grizzlys Wolfsburg am Freitag.

«Dieser Titel wird mir auch besonders in Erinnerung bleiben», sagte der Eisbären-Kapitän, der als einziger Spieler alle acht Titel der Berliner in der DEL seit 2005 miterlebte. Beim ersten Triumph als gerade 20 Jahre alte Verteidiger war er bereits ein vollwertiges Teammitglied. Damals im vollbesetzten alten Wellblechpalast war die Meisterparty noch wild und grenzenlos. Diesmal waren die Spieler mit ihren Emotionen am Ende einer seltsamen Corona-Spielzeit in der Deutschen Eishockey Liga mehr oder weniger alleine. Feiern mit den Fans ging nicht, die Party fand im kleinen Kreis statt. «Auf jeden Fall mit Abstand», sagte Stürmer Marcel Noebels. Konzepte für öffentliche Meister-Partys waren von den Behörden abgelehnt worden.

Das Ambiente war aber nicht der einzige Grund für den besonderen Titel. Auch die historische Bedeutung, nun als 100. Eishockey-Meister in Deutschland gelistet so werden, dürfte Hördler ziemlich schnuppe gewesen sein. Die Meisterschaft von 2021 war aber die erste seit zwei Jahren, die wieder vergeben worden war und sie wird für immer mit der Coronavirus-Pandemie verbunden sein. Vor einem Jahr hatte die Liga die Saison vor dem Playoff-Start ohne Meister-Kür abgebrochen. Es kostete die 14 Clubs enorme Anstrengungen, ihre Sportart anschließend überhaupt auf Erstliga-Niveau fortzuführen.

Spiele ohne Zuschauer galten selbst für von Investoren bezuschusste Clubs – wie auch die Eisbären – lange als undenkbar. Zu hoch ist die Abhängigkeit von den Spieltagseinnahmen. Weil sich einfach keine Perspektive für Fans in den Arenen einstellte, wurde der Saisonstart zweimal verschoben. Eine Woche vor Weihnachten kam dieser vor allem durch den großen Gehaltsverzicht der Spieler zustande. «Das war eine ganz aufregende Saison», sagte Noebels. «Wir müssen allen danken, die das möglich gemacht haben. Das war wirklich nicht einfach.»

Wegen der Kürze der Zeit wurde die Liga in zwei Gruppen unterteilt, fast täglich fanden nun Spiele statt und die Playoffs wurden im Best-of-three-Modus durchgezogen. Anstatt sonst vier Siegen waren nur noch zwei Erfolge zum Weiterkommen und zum Titel notwendig. Das war ein Vorteil für Außenseiter, zu denen auch die Eisbären vor der Saison zählten. Unter anderem Pavel Gross, der Trainer des im Halbfinale an Wolfsburg gescheiterten Top-Favoriten Adler Mannheim, pestete gegen das veränderte Saison-Format, das auch sein Club freilich mitgetragen hatte, um die Saison überhaupt zu ermöglichen.

Entschuldigen müssen sich die Eisbären denn auch bei niemanden. Die Berliner waren schon in der Vorrunde stark und gewannen die Nord-Gruppe souverän. In den Playoffs verdienten sie sich den Erfolg, durch starkes Teamwork und weil sie in Mathias Niederberger vor der Saison den besten deutschen Torhüter von der Düsseldorfer EG geholt hatten. Der Sohn des früheren Top-Verteidigers Andreas Niederberger war im entscheidenden Moment in Top-Form. Vor allem aber bewiesen die Eisbären Willensstärke. In allen drei Playoff-Serien standen sie nach Auftakt-Niederlagen vor dem Aus. Alle drei Serien gewannen sie noch.

«Keiner hat irgendwie den Kopf hängen gelassen», urteilte Hördler und lobte dafür Meistercoach Serge Aubin. «Es spricht ja für sich, was hier gerade passiert. Serge kann ich nur ein großes Lob aussprechen.»

Der Franko-Kanadier verlängerte erst kürzlich seinen Vertrag um zwei Jahre, muss aber sein erfolgreiches Team wohl wieder verändern. Talent Lukas Reichel zieht es nach Nordamerika und bei den entscheidenden Importspielern Kris Foucault, Simon Després, Matthew White und Zachary Boychuk galten die bisherigen Arbeitspapiere nur bis zum Ende dieser Spielzeit.

Von Carsten Lappe und Jan Schröder, dpa
In EishockeyIn DEL , Eisbären Berlin , Finale , Frank Hördler , Grizzlys Wolfsburg , Playoffs

Beitrags-Navigation

Bremerhaven spielt in Eishockey-Champions-League
DEB-Team gewinnt ersten WM-Test

Neueste Beiträge

  • Ex-Nationalspieler Gogulla hilft in der 2. Liga aus
  • Andreas Eder über toten Bruder: Traum war, zusammenzuspielen
  • NHL-Ass Draisaitl ausgezeichnet – und von Amateuren besiegt
  • Eisbären verpflichten Bruder von gestorbenem Tobias Eder
  • Draisaitl beschenkt Junghaie: «Bisschen was zurückgeben»
  • NHL-Profi Sturm spielt künftig wieder für die Minnesota Wild
  • Eisbären verlängern vorzeitig mit Meistertrainer Aubin
  • Kniffliger WM-Start: Warten auf Stützle und Siegpflicht
  • Nationalmannschaft wartet weiter auf NHL-Star Stützle
  • Stars, Modus und Deutschlands Chancen bei der Eishockey-WM

#hashtag

Adler Mannheim Augsburger Panther Champions League Corona Covid-19 DEB DEL DEL-Eishockey Deutsche Eishockey Liga Deutschland Cup Düsseldorfer EG EHC Red Bull München Eisbären Eisbären Berlin Eishockey Eishockey-Nationalmannschaft Eishockey-Weltmeisterschaft Eishockey-WM ERC Ingolstadt Fischtown Pinguins Franz Reindl Frauen Gernot Tripcke Grizzlys Wolfsburg Harold Kreis IIHF Iserlohn Roosters Krefeld Pinguine Kölner Haie Leon Draisaitl Mannheim Moritz Müller Moritz Seider München Nationalmannschaft NHL Nico Sturm Playoffs Straubing Tigers Tim Stützle Toni Söderholm Weltmeisterschaft Winterspiele in Peking Wintersport WM

Das könnte Sie auch interessieren

On Mai 27, 2024

Schweden Dritter bei WM – Sieg gegen Kanada

On April 28, 2021

Trotz schwieriger Vorzeichen: Söderholm hält an WM-Ziel fest

On September 15, 2023

Meister München müht sich zu Sieg in DEL-Auftaktspiel

On Mai 17, 2023

Kölner Haie verpflichten Angreifer Elias Lindner

On Mai 30, 2021

«Mehr drin» – DEB-Team hadert nach Niederlage gegen Finnland

On April 3, 2023

München und Mannheim kassieren Ausgleich in den DEL-Playoffs

On Juni 5, 2021

Bei dieser WM soll für das DEB-Team mehr folgen

On Dezember 5, 2023

Unberechenbare DEL: Zeit für einen Überraschungsmeister?

  • Datenschutz
  • Impressum
© 2025 MDSP GmbH